Leobener Bergmannsmesse

Musik und Tradition im Herzen der Stadt

Mit der Leobener Bergmannsmesse, komponiert von Reinhard Summerer, erleben die Bergkapelle Leoben-Seegraben und die Stadt Leoben ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis. Das Werk ist tief in der regionalen Tradition, der bergmännischen Geschichte und der spirituellen Kultur verwurzelt.

Die Messe verbindet den katholischen Ritus mit einer kraftvollen Klangwelt aus Blasorchester, Männerchor und Orgel. Uraufgeführt wird sie im Zuge des 23. Österreichischen Knappen- und Hüttentages im Rahmen des Leobener Bergstadtfestes am 30. Mai 2026 in der Stadtpfarrkirche St. Xaver.

Hinter dem Leobener Bergstadtfest steht die Bergkapelle Leoben-Seegraben unter der musikalischen Leitung von Kapellmeisterin Gloria Ammerer. Aus ihrer Idee und Konzeption ist dieses besondere Festwochenende hervorgegangen. Als traditionsreiche Leobener Bergkapelle und offizielles Universitätsblasorchester der Montanuniversität Leoben verbindet sie Jubiläen, Brauchtum und Musik zu einem Fest für die ganze Stadt.

Vom 29. bis 31. Mai 2026 wird der Leobener Hauptplatz zum Treffpunkt für Einheimische, Gäste, Musikliebhaber:innen und Traditionsbewusste. Einer der künstlerischen Höhepunkte ist die Uraufführung der Leobener Bergmannsmesse – ein festlicher Moment, in dem Liturgie, Klang und bergmännisches Erbe eindrucksvoll zusammenfinden.

Leoben blickt auf eine lange bergmännische Geschichte zurück, die Menschen seit Jahrhunderten prägt und verbindet. Die Leobener Bergmannsmesse schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem sie das bergmännische Erbe musikalisch aufgreift und mit liturgischen Elementen verbindet. So entstand ein Werk, das die Tradition ehrt und zugleich neue musikalische Impulse setzt.

Die Besetzung mit Männerchor, Orgel und Blasorchester verleiht der Messe einen besonders festlichen Charakter und unterstreicht das Gemeinschaftsgefühl, das den Bergmannsstand auszeichnet. Traditionelle Bergmannslieder werden dabei nicht nur als musikalische Beiträge eingesetzt, sondern wirken auch als thematische Vertiefung der Liturgie.

Durch die Verschränkung liturgischer Elemente mit bergmännischem Liedgut entsteht eine feierliche Klangsprache, die tief in der montanistischen Geschichte der Region verwurzelt ist. Die besondere Aufstellung mit Männerchor, Hauptblasorchester, drei Blechbläserensembles sowie der Einbindung beider Orgeln formt im Kirchenraum ein imposantes Kreuz und verleiht der Messfeier eine besondere symbolische Kraft.

Mit großer Wertschätzung und kompositorischer Sorgfalt verbindet Reinhard Summerer in diesem Werk Liturgie, bergmännische Tradition, Raum und Klang zu einem eindrucksvollen Ganzen. Die Leobener Bergmannsmesse ist damit nicht nur Teil des Festaktes, sondern auch Ausdruck von Zusammenhalt, Dankbarkeit und gelebter Gemeinschaft.


Leobener Bergmannsmesse

für Männerchor, Orgel und Blasorchester
unter Verwendung von Bergmannsliedern

*Reinhard Summerer (1971)
op. 42, komponiert 2026

Ordinarium

Kyrie eléison
Gloria
unter Verwendung von Melodieteilen aus:
Tarnowitzer Fahrtlied, Es gräbt der Bergmann und Und wenn der schwarze Kittelmann

Sanctus / Benedictus
unter Verwendung von:
Die du im Erdenschoße

Agnus Dei

Proprium

Einzug / Einzugslied: Bergmannsleben
Zwischengesang: Glück Auf, der Steiger kommt!
Gabenbereitung: Der Bergmann im schwarzen Gewand
Kommunion: Aus der Tiefe von Carl Santner
Danklied: Der ist der Herr der Erde
Auszug / Schlusslied: Glück Auf, liabe Bergleut’
Schluss: Der Bergmannsstand